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Vortragsreihe am Privaten Institut für Kriminalpsychologie

Vortrag "Sexuelle Belästigung- ein Frauenproblem?"

Termin: 10. November 2005 um 20 Uhr c.t.
Ort: Privates Institut für Kriminalpsychologie, Am Stadtgraben 21 in Tübingen

Das Thema sexuelle Belästigung zählt nach wie vor zu den massivsten gesellschaftlichen und rechtlichen Grauzonenbereichen mit Tabucharakter. Erst in jüngerer Zeit kommt es dank der Stärkung der Opferrechte dazu, dass Betroffene ihr Schweigen zunehmend brechen. Die daraus resultierenden Vermutungen hinsichtlich des Dunkelfeldes sind erschütternd.

Im Rahmen der Herbstvortragsreihe des Instituts für Kriminalpsychologie in Tübingen stellt Frau Daniela Diemer, Dipl.-Sozialpädagogin BA, in ihrem Vortrag „Sexuelle Belästigung – Ein Frauenproblem?“ die Ergebnisse einer von ihr im Frühjahr 2005 durchgeführten Studie vor. Welche Situationen Übergriffscharakter haben, wie Opfer und Umwelt darauf reagieren, aber auch die Frage nach dem Angebot und der Akzeptanz von Hilfestellungen und Präventionsmaßnahmen für Opfer sind nur einige Bereiche, mit denen sich die Referentin auseinandersetzt.

Wann? 10. November 2005 um 20 Uhr c.t.
Wo? Am Stadtgraben 21 in Tübingen

Der Eintritt ist frei.

Voranmeldung erbeten unter
Tel.: 07071-25 55 09 oder mail@dr-gasch.de




Bereits gehaltene Vorträge:

Stalking – wenn Liebe zum Terror wird

Termin: Donnerstag, 23. Juni 2005 um 20 Uhr
Ort: Privates Institut für Kriminalpsychologie, Am Stadtgraben 21 in Tübingen
Auftakt der Vortragsreihe ist die Vorstellung eines lange Zeit bagatellisierten und unterschätzten Phänomens, das die Belästigung, Verfolgung und Bedrohung durch Personen beschreibt, die einer Art Liebeswahn verfallen sind. Betroffen sind Männer und Frauen. Was zunächst harmlos und schmeichelhaft erscheint, endet in über einem Drittel aller Fälle damit, dass das Opfer körperlich attackiert und in noch mehr Fällen Eigentum zerstört wird. Mittlerweile sind auch zahlreiche tödliche Ausgänge zu beklagen. Daneben sind die durch nicht selten über Wochen, Monate und Jahre andauernde Nachstellung erlittenen psychischen Schäden für die Opfer verheerend. Rechtlich ist dem stalking noch immer schwer beizukommen.

Masken der Pädosexualität

Termin: 07. Juli 2005 um 20 Uhr
Ort: Privates Institut für Kriminalpsychologie, Am Stadtgraben 21 in Tübingen
Dieser Vortrag setzt sich mit einem Deliktsbereich auseinander, der nach wie vor mit einem großen Tabu sowie einer entsprechenden Dunkelziffer und auf Opferseite mit unendlichem Leid verbunden ist. Schon die Bezeichnung pädophil ist irreführend, da sie andeutet, die Täter würden die Kinder, die sie missbrauchen, lieben. Aktuellen Schätzungen zufolge macht bis zu 50% aller Mädchen und bis zu 30% aller Jungen in ihrer Kindheit eine Mißbrauchserfahrung. Die Täter zeichnen sich dabei meist durch ein großes Talent zur Manipulation, Anpassungsfähigkeit und der Fähigkeit, Umgebungsfaktoren und Infrastrukturen zu nutzen, aus. Im Rahmen des Vortrags wird auch die Bedeutung des Internet in diesem Zusammenhang thematisiert.

Maßnahmen bei Überfällen

Termin: 21. Juli 2005 um 20 Uhr
Ort: Privates Institut für Kriminalpsychologie, Am Stadtgraben 21 in Tübingen
Ob Promi, Juwelier, Angestellter einer Vollzugsanstalt, Tankwart oder Bankangestellter - viele Personen sind berufsbedingt einem vergleichsweise hohen Risiko ausgesetzt, im Laufe ihres Lebens Opfer von Gewaltanwendung, genauer gesagt, eines Überfalls oder schlimmstenfalls einer Geiselnahme zu werden. Obgleich ein Überfall meist nur wenige Minuten andauert, stellt das Opferverhalten einen maßgeblichen Faktor für den Verlauf und Ausgang der lebensbedrohlichen Situation dar. Dies gilt erst recht für Geiselnahmen, die über mehrere Stunden bis Tage andauern kann. Meine langjährige Erfahrung als psychologische Beraterin der Polizei im Bereich schwerste Gewaltverbrechen, speziell Geiselnahmen, Entführungen und Erpressungen, hat dies immer wieder bestätigt. Daneben zeigt sich, dass die gezielte vorherige Beschäftigung mit der Thematik sich auch nachträglich positiv bei der Bewältigung des Geschehens auswirkt.




   Aktuelle Kursangebote
Aussagepsychologie und Vernehmungslehre am 2./3. Juli 2010

Operative Fallanalyse 27./28. August 2010

   Veröffentlichungen
Verhandlungsgegenstand Mensch: Das Phänomen Entführung aus integrativ kriminalpsychologischer Sicht in: "Trauma & Gewalt. Forschung und Praxisfelder.", Heft 03/2008, S. 192-202.




Traumatisierungsrisiko von polizeilichen Einsatzkräften vor dem Hintergrund eines berufsbezogenen Selbstverständnisses in: "Trauma & Gewalt. Forschung und Praxisfelder.", Heft 02/2007, S. 70-80.

Traumaspezifische Diagnostik von Extremsituationen im Polizeidienst




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