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Grundlagen traumaspezifischer Diagnostik in Theorie und PraxisVorgestellt auf der 1. Fachtagung Notfallpsychologie: "Notfälle und Katastrophen: Miteinander Hilfe leisten" in Nürtingen vom 24. bis 25. November 2006.

Hinweise auf emotionale Reaktionen auf extrem belastende und einschneidende Ereignisse hin finden sich für jedes Zeitalter, in dem Aufzeichnungen über menschliches Verhalten angefertigt wurden. Umso erstaunlicher ist die Tatsache, dass die kontinuierliche und systematische Auseinandersetzung mit Ursachen und Folgen traumatisierender Ereignisse auf internationaler Ebene erst nach dem Vietnam-Krieg (1975) einsetzte. Erstmals taucht die Diagnosemöglichkeit der Posttraumatischen Belastungsstörung und des Subtyps der Akuten Belastungsstörung in der deutschsprachigen Ausgabe des Diagnostischen und Statistischen Manuals Psychischer Störungen (DSM) aus dem Jahr 1984 auf.

Der Fokus des heutigen Beitrags liegt auf der Vermittlung des aktuellen state of art diagnostischen Vorgehens nach Schadensereignissen. Neben der Symptomatologie des Störungsbildes kommen mögliche Risikofaktoren für den pathologischen Verlauf, aber auch Potenziale für einen „glimpflichen“ Verlauf und die positive Bewältigung eines traumatisierenden Ereignisses zur Sprache. Berücksichtigung finden weiter die sich aus der beruflichen Zugehörigkeit wie beispielsweise bei Angehörigen von Militär, Polizei oder Feuerwehr immanenten und für die Diagnostik resultierenden rollenspezifischen Besonderheiten. Dies wird exemplarisch anhand der Befunde einer aktuellen Studie zu den psychischen und sozialen Folgen extremer dienstspezifischer Ereignisse im Polizeidienst im Zusammenhang mit der strukturellen und kulturellen Einbettung in die Organisation, aufgezeigt.
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